Datenerfassung

 

In vielen Studien werden Dutzende oder sogar Hunderte von unterschiedlichen objekt- bzw. patientenbezogenen Daten erhoben und zwecks späterer Auswertung in geeignete Dateien erfasst.

Diese Daten bezeichnet man als "Variablen". Ein sehr oft gemachter Fehler besteht darin, Texte (also Buchstaben und Sonderzeichen) zu speichern. Diese Variablen sind so statistisch nicht auswertbar, es sei denn, man schlüsselt sie vorher in einem aufwendigen Prozess in numerische Werte um  (= Umcodieren).

Es ist sehr zeitraubend, umständlich und fehlerträchtig, die erhobenen Daten manuell - etwa durch Nachschlagen in Listen - zu ermitteln und in eine Datei einzugeben. Oft erfolgt die Speicherung in einer Excel-Tabelle (Tabellenkalkulation), die sich aufgrund ihrer Datenstruktur einer differenzierten statistischen Auswertung entzieht und nur im günstigen Fall so ohne weiteres in andere Speicherungsformen importiert werden kann.

Für manche Projekte kommt eine Onlinebefragung in Betracht. Es gibt hierfür ein Onlineportal speziell für Studien. Dieses Portal gibt kostenlos und regelmäßig Newsletter heraus; diese informieren Abonnenten, die bereit sind, sich in eine Studie einschließen zu lassen, unabhängig von Alter und Krankheitsbild über die neuesten Studien. So besteht die Chance, in wenigen Tagen Daten von bis zu 500 Teilnehmern in der Studie zu erfassen. Schneller geht's nicht! Bei vielen derartigen Onlinebefragungen werden als Anreiz unter den Teilnehmern  kleine Gewinne im Wert von 50 - 100 € ausgelost (der Kostenrahmen lässt sich hierbei in Grenzen halten). Die Kosten für die Onlinebefragung selbst sind minimal und decken nur die Selbstkosten (10 - 30 €). Bei der Gestaltung der Onlinebefragung und der Übernahme in das Portal kann dessen Initiator und Betreiber - Herr Hartig - oftmals weiterhelfen!

 www.psychologie-onlineforschung.de

Es ist demnach unbedingt ratsam, die Daten in einer Datenbank zu erfassen und dort zu speichern. Hierbei werden die Daten in eine speziell angelegte Bildschirmmaske, die als "Formular" bezeichnet wird, eingegeben und sofort in einer verwertbaren Form gespeichert. Die Dateneingabe erfolgt in wesentlichen Teilen durch Anklicken der im Formular vordefinierten Merkmale. So ist eine äußerst rationelle Datenerfassung gewährleistet; dies bezieht sich auch auf die spätere Datenauswertung. 

Die folgende Abbildung zeigt Ihnen den Aufbau eines derartigen Eingabeformulars.

Größeres Bild bitte klicken!

 

Es gibt verschiedene Datenbankprogramme; für Doktorarbeiten wird meist eine Access-Datenbank verwendet, weil diese komfortabel und leicht zu bedienen und sehr weit verbreitet ist. Prinzipiell können auch andere Datenbanken wie Filemaker, Adabas oder MySQL eingesetzt werden, worüber im Einzelfall zu entscheiden ist.

Aber Vorsicht - eine falsch angelegte Datenbank kann zum Datenchaos und schlimmstenfalls zum kompletten Datenverlust führen! Wer sich mit Datenbanken nicht wirklich gut auskennt, sollte sich professionell beraten lassen. Im Rahmen meines Statistik-Service biete ich für Studenten die Erstellung einer Datenbank zu einem günstigen Festpreis an.

Hier finden Sie weitere Informationen:

www.statistik-in-der-medizin.de

 

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